Unsere Richard - Schirrmann – Schule
Richard-Schirrmann
Schule heißt seit 1997 nach dem Begründer des ersten Jugendherbergswerkes Richard-Schirrmann-Schule.
Richard Schirrmann wurde im Jahr 1874 als Sohn eines Lehrers in Grunefeld bei Braunsberg geboren.
1895 legte er sein Examen als Lehrer ab. Während seiner Tätigkeit als Lehrer entwickelte er bei Unterrichtsveranstaltungen im Freien die Idee der „Wandernden Schule“.
Im Jahre 1903 wurde er nach Altena im Sauerland versetzt. Hier baute er die pädagogischen Ziele der „Frischluft- und Freiluftschule“ weiter aus: Der Lehrer soll nicht nur Vermittler von Kenntnissen
und Fertigkeiten sein, sondern auch ein Führer, Erzieher und Kamerad der Schüler. Nach einer mehrtägigen Wanderung mit seinen Schülern, bei der die Gruppe während eines Unwetters mangels anderer
Alternativen spontan ein Behelfsquartier in einer Dorfschule einrichten musste, entwickelte Schirrmann die Idee eines flächendeckenden Netzwerkes derartiger Jugendherbergen.
1910 schrieb er einen Beitrag für die Kölnische Zeitung, in dem er seine Ziele darlegte. Er bekam bald viel Unterstützung und Spenden.
1912 wurde die Burg Altena auf seine Initiative hin als erste eigenständige Jugendherberge der Welt eingerichtet, dort ist er auch der erste Herbergsvater. Acht Jahre später gab es bereits 700
weitere Jugendherbergen.
Nach der Gründung des Reichsjugendherbergsverbandes 1919 ließ er sich 1922 vom Schuldienst beurlauben, um sich ganz auf seine Aufgabe konzentrieren zu können.
Im August 1920 erschien die erste Nummer der Zeitschrift „Jugendherberge“ unter der Schriftleitung Julius Schult. Im Bereich Sauerland gab es 43403 Übernachtungsmöglichkeiten.
Zwölf Jahre später, im Jahre 1932, gab es in Deutschland 2124 Jugendherbergen.
Im Jahre 1933 wurde der JH-Verband als „Abteilung“ der Reichsjugendführung unterstellt und 1936 legte Richard Schirrmann den Vorsitz der IYHF (International Youth Hostel Ferderation) auf Verlangen
der Nationalsozialisten nieder.
Nach dem zweiten Weltkrieg machte er sich um den Wiederaufbau des Jugendherbergswerkes in Deutschland und in der Welt verdient. Am 30.10.1949 war die Neugründung des deutschen Jugendherbergswerkes
anlässlich einer Feierstunde auf Burg Altena. Richard Schirrmann wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt. Bis zuletzt galt Richard Schirrmanns Denken und Schaffen dem Jugendherbergswerk und dem Werben für
seine Idee, wobei dessen internationaler Gedanke „Jugendherbergen auf der ganzen Welt als Friedensbrückenbauten“ ihm seit dem zweiten Weltkrieg immer stärker am Herzen lag.
Im Jahre 1952 wurde ihm das Bundesverdienstkreuz verliehen und 1954 erhielt er die Ehrenbürgerschaft der Stadt Altena.
Richard Schirrmann starb im Alter von 87 Jahren im Jahre 1961.
Mehr Informationen zum heutigen Jugendherbergswerk:
http://www.jugendherberge.de
http://www.djh-hessen.de/ueber_uns/schirrmann.php
Idee und Entwicklung unseres Schullogos
Die Idee
Samstag, der 22.10.2005
Die 3. Neusser Schulmeisterschaften im Crosslauf finden auf der Bezirkssportanlage Stadtwald statt. Wieder einmal stellt unsere Schule ein riesiges und auch erfolgreiches Teilnehmerfeld. Unsere
Schülerinnen und Schüler werden von zahlreichen Eltern begleitet. Bei nahezu jedem Lauf wird die Richard-Schirrmann-Schule lautstark von Eltern, Kindern und Lehrkräften unterstützt. Uns Lehrkräften
wird deutlich, dass irgendwie noch etwas fehlt. Frau Schmidt hat die rettende Idee: Schultrikots, als Symbol für die Zusammengehörigkeit unseres starken Teams. Hieraus entstand ganz schnell die Idee,
dass wir nicht nur Schultrikots brauchen. Der Crosslauf und die sportlichen Aktivitäten unserer Schule sind ein Beispiel für unsere funktionierende Schulgemeinschaft. Wir brauchen ein
Schullogo: Als Symbol für unsere lebendige Schulgemeinschaft. Als Symbol unseres Zusammengehörigkeitsgefühl an der Richard-Schirrmann -Schule. Kinder, Eltern und Lehrkräfte gestalten gemeinsam und
vertrauensvoll das Schulleben. Ziel unseres Handeln ist es, den Kindern eine erfolgreiche und schöne Grundschulzeit zu ermöglichen. Das Schullogo soll ein äußeres Zeichen hierfür sein.
Die Entwicklung
Unser Schullogo ist ein dauerhaftes Zeichen für die Richard-Schirrmann-Schule. Wir verwenden es für Schultrikots, T-Shirts, Becher, Briefkopf und vieles mehr. Daher wünschte sich das Kollegium eine
professionelle Hilfe bei der Entwicklung des Schullogos. Wieder einmal konnten wir uns auf die Unterstützung unseres Fördervereins verlassen. Dieser sicherte uns die Finanzierung einer
Grafikerin zu. Hinzu kommt der Aspekt, dass durch den Verkauf von Werbeprodukten mit dem Schullogo auch Einnahmen für den Förderverein erzielt werden.
In Absprache mit der Schulpflegschaft und dem Förderverein vereinbarten wir, dass das Kollegium unserer Schule für die Entwicklung und das entstehende Logo verantwortlich ist.
In einem ersten Treffen mit der Grafikerin Frau Schäfer ließen wir uns beraten, was für ein gutes Logo notwendig ist. Wichtig war uns, dass wir in die Gestaltung des Schullogos unsere Schülerinnen
und Schüler mit einbeziehen und sie selbstverständlich in den Mittelpunkt des Logos setzen wollten. Es entstand hier die Idee, die Kinder in jeder Klasse ein Bild mit einem schwarzen Filzstift
zeichnen zu lassen, um mit diesen Ergebnissen das Logo zu gestalten. Zunächst einmal wurde dann mit den Kindern der Grund für die Zeichnungen besprochen. Im Anschluss hieran bekamen die Kinder den
Auftrag eine Situation aus dem Schulleben aus den Bereichen Unterricht und Pause zu zeichnen, die ihnen besonders gut in der Schule gefällt.
Das Kollegium traf sich anschließend um einige besonders gelungene Zeichnungen auszuwählen, die Frau Schäfer zur Gestaltung unseres Schullogos übergeben wurden. Hierbei sagten wir Frau Schäfer,
welche Ideen und Vorstellungen wir von unserem Schullogo haben. Frau Schäfer entwickelte zunächst einmal drei Varianten eines möglichen Schullogos. Diese wurden dann aufgrund unserer Ideen und
Vorschläge zu unserem neuen Schullogo weiterentwickelt, welches dann im Rahmen unserer alljährlichen Bücherausstellung allen Schülerinnen, Schülern und Eltern präsentiert wurde.
Erweiterung und Sanierung der RSS
Im Jahr 2005 genehmigte die Stadt Neuss die Pläne für die notwendige Erweiterung unserer Schule. Die Kosten hierfür liegen bei ca. 3 Millionen Euro. Neben der Renovierung unseres Schulgebäudes entsteht auch ein Erweiterungsbau. Dieser Neubau wird die Räumlichkeiten für die OGS, zwei Klassenräume und ein pädagogisches Zentrum umfassen.
Anfang Dezember begannen die ersten Bauarbeiten mit dem Aufstellen des Bauzaunes und dem Ausschachten der Baugrube. Zusätzlich wurde ein Weg durch den Garten unseres Hausmeisters Herrn Schölzel angelegt, damit wir nicht über die Lohestraße zur Turnhalle gehen müssen. Am Montag, dem 12. Dezember erfolgte dann der offizielle Spatenstich durch den Bürgermeister der Stadt Neuss, Herbert Napp. Insbesondere beeindruckt zeigte sich Herr Napp von dem vorgetragenen Besenbinderlied, welches die Verbundenheit unserer Schule mit Hoisten verdeutlicht.
Am 16.1.2006 wurde die Bodenplatte gegossen und für uns zum ersten Mal deutlich sichtbar, wie unser neues Gebäude im Grundriss aussehen wird. Die Kinder unserer Schule zeigen sich verständlicherweise ebenso, wie das Kollegium sehr interessiert an der Baustelle.
Erfreulicherweise halten sich die befürchteten Beeinträchtigungen des Unterrichtes bisher in erträglichen Grenzen.
Wie wird der Neubau aussehen?
Es handelt sich hierbei um ein zweigeschossiges Gebäude mit einem flachen Dach. Dieses wird mittels eines Durchganges mit dem alten Teil der Schule verbunden. Der Flur zum neuen Gebäude wird durch das jetzige Lehrerzimmer verlaufen, welches verlegt wird. Das Erdgeschoss des neuen Gebäudes wird ebenerdig zum Klassentrakt des alten Gebäudes liegen, um hier eine optische Einheit zu schaffen.
In der unteren Etage des Neubaus entstehen drei Gruppenräume für unsere Offene Ganztagsgrundschule, sowie ein zentraler Raum zum Abholen der Kinder.
In der oberen Etage entstehen zwei neue Klassenräume und ein pädagogisches Zentrum, welches sicherlich eine große Bereicherung unseres Schullebens darstellen wird. Dieses pädagogische Zentrum lässt sich noch einmal in zwei Räume unterteilen. Die stehen uns immer dann zur Verfügung, wenn keine großen Veranstaltungen durchgeführt werden. Hierbei wird uns der eine Teil als Multimedia-Raum mit Beamer, DVD-Player und weiteren Medien zur Verfügung stehen. Der zweite Teil des Raumes, der zur Lohestraße hinzeigt, wird ein Mehrzweckraum zum Unterrichten von Musik und dem Durchführen von Experimenten im Sachunterricht. Dies bietet sich hier besonders an, da an diesen Raum zwei Lehrmittelräume angeschlossen sind. Hier können sowohl die Musikinstrumente als auch die Materialien für die Experimente einsatznah untergebracht werden.
Renovierung und Umbau des Altbaus
In dem Teil des Altbaus, wo sich Sekretariat und Schulleiterzimmer befinden entsteht ein reiner Verwaltungstrakt. Durch den Umbau des jetzigen Klassenraums der 1a entstehen ein Lehrerzimmer, Lehrertoiletten und ein Besprechungsraum. In dem Flur dieses Gebäudeteiles wird eine Kopiertheke gebaut. Der jetzige Kopierraum wird zum Flur, der Verwaltungs- und Unterrichtstrakt miteinander verbindet.
Der Klassenraum der jetzigen 1b wird zum Mehrzweckraum, den das Kollegium als Computerraum nutzen möchte. Hier werden bestimmte Bereiche des Umgangs mit neuen Medien eingeführt, die die Kinder in den vorhandenen Computerecken der einzelnen Klassen, dann umsetzen können.
Alle Klassenräume, Flure und Toiletten werden komplett saniert. Auch das Dach wird neu eingedeckt werden.
Gestaltung des Außengeländes
Die Gestaltung des Außengeländes wird durch den Landschaftsarchitekten Herrn Jäggersküpper durchgeführt. Aufgrund von Wünschen, die auf einer gemeinsamen Sitzung mit dem Schülerparlament erarbeitet wurden, haben wir Herrn Jäggersküpper eine Wunschliste für die Gestaltung des Außengeländes gegeben. Es ist hier natürlich eine Kostenfrage, inwieweit dies alles umgesetzt werden kann. Sicher ist bisher, dass ein Ballspielplatz dort entsteht, wo jetzt der Pavillon für die OGS steht. Auch ein grünes Klassenzimmer wird es geben. Zusätzlich haben wir uns eine Kletterwand gewünscht, ein Gartenhäuschen oder ähnliches für die Spielgeräteausleihe, eine Kräuterspirale mit Naturbeobachtungssteinen und ein Klettergerüst als Seillandschaft. Diese Dinge sind sicherlich nicht alle zu finanzieren. Wir suchen aber nach Möglichkeiten, diese Vorhaben bereits in der Planung zu berücksichtigen und zu einem späteren Zeitpunkt umzusetzen. Hierbei werden wir von den entsprechenden Mitarbeitern der Stadt und Herrn Jägersküpper fachlich gut beraten und unterstützt.
