2. Schwerpunkte unserer pädagogischen Arbeit

 

2.1 Lernkultur
Im Sinne der ständigen Weiterentwicklung von Unterrichtsqualität ist es uns wichtig, die bereits bestehende Methodenvielfalt zu pflegen und Erfahrungen dazu im Kollegium auszutauschen. Darüber bleiben wir offen für neue Lehr- und Lernmethoden.
Der Leistungsfähigkeit der Kinder entsprechend stellen wir Anforderungen, die die Schüler dazu ermutigen, sich vertrauensvoll unter Anleitung der Lehrer/innen auf den Lernweg zu begeben.
Regelmäßige Gespräche mit den Eltern geben Auskunft über den jeweiligen Lern- und Leistungsstand des Kindes. Die gemeinsame Erziehungsarbeit von Elternhaus und Schule soll die Kinder befähigen, die Verantwortung für ihr Lernen selbst zu tragen.

 

2.2 Einschulung
Die Einschulung bedeutet für jedes Kind einen gewaltigen Einschnitt in sein bisheriges Leben. Es ist eine wichtige Aufgabe, diesen Übergang behutsam zu gestalten.
Hierzu dienen folgende Maßnahmen:
Anmeldung der Schulanfänger
Das Anmeldeverfahren für die kommenden ersten Schuljahre beginnt immer nach den Sommerferien des Schuljahres bevor die Schulneulinge eingeschult werden. Das heißt für die Schulneulinge des Schuljahres 2005/2006 beginnt das Anmeldeverfahren am 6.9.2004 und geht bis November 2004.
In dieser Zeit haben die Eltern die Möglichkeit einen Termin zur Anmeldung ihres Kindes an unserer Schule zu vereinbaren. Zu diesem Termin bringen die Eltern ihr Kind und dessen Geburtsurkunde mit.
An diesem Termin werden sie von dem Schulleiter begrüßt. Die Formalitäten werden erledigt. Danach wird in spielerischer Form der derzeitige Entwicklungsstand des Kindes festgestellt. Das kann durch ein Gespräch, ein Puzzle, entsprechendes Bildmaterial, Malen, Umgehen mit Farben und Formen etc. geschehen.
Die Schule meldet die Kinder dem Gesundheitsamt und von hier werden die Kinder zur Schuleingangsuntersuchung eingeladen. Diese Maßnahmen dienen alle dazu die Kinder vom ersten Schultag an möglichst gut kennen zu lernen und sie so besser individuell fördern zu können.

Schulspiel
Mitte/Ende Februar findet in der Schule für alle angemeldeten Kinder möglichst gleichzeitig ein Schulspiel statt, bei dem die Kinder - in vertraute Gruppen eingeteilt - gemeinsam mit den Lehrerinnen, Lehrern und ihren zukünftigen Paten in den Klassenräumen spielen, malen und kleine Aufgaben und Übungen erhalten. Dies ermöglicht einerseits den Lehrkräften die Schulneulinge kennen zu lernen. Andererseits nehmen die Kinder erste Kontakte mit den Lehrkräften auf und verlieren ihre evtl. vorhandene Scheu vor der Schule.

Besuch mit dem Kindergarten
Die Schulneulinge werden nach der offiziellen Aufnahme in die Schule von den Lehrern/innen der ersten Schuljahre mehrmals in Begleitung ihrer Erzieherinnen aus dem Kindergarten zum Besuch des Unterrichtes eingeladen und dabei in das Unterrichtsgeschehen mit einbezogen.
Die Klassenlehrer/innen der neu zu bildenden ersten Schuljahre laden ebenfalls nach erfolgter Klassenbildung die Kinder ihrer zukünftigen Klasse zum Besuch der Schule ein.

Elterninformationsabend
Die Eltern aller Schulanfänger werden zum ersten Informationsabend im Mai/Juni in die Schule eingeladen und vom Schulleiter informiert über:

- die Schule
- die neuen ersten Klassen
- Klassenbildung
- die ersten Schulwochen
- das anzuschaffende Schulmaterial
- den Förderverein
- die OGS
Patenschaften der vierten Klassen
In der Richard-Schirrmann-Schule bekommen alle Schulneulinge
ein Patenkind aus den 4. Klassen, den sie bereits am Tag des Schulspiels kennen gelernt haben. Zum Schulanfang bekommen die Schulneulinge einen Brief von ihrem Paten. Die Paten kümmern sich vor allem in den ersten Wochen um die „Kleinen".
( gemeinsames Spiel in der Pause, Bastelarbeiten, gemeinsames Frühstück )
Erster Schultag
Der Einschulungsgottesdienst wird für alle Schüler in der Kirchen ökumenisch angeboten. Nach dem Gottesdienst treffen sich alle Schüler mit ihren Eltern, Verwandten und Bekannten auf unserem Schulhof zur Einschulungsfeier. Die Einschulungsfeier wird von den Patenkindern aus der 4.Klasse für die Schulneulinge organisiert. Anschließend findet die erste Unterrichtsstunde im Klassenverband statt. Die Eltern, Verwandten und bekannten können bei Kaffee und Wasser auf ihre Kinder warten.

 

2.3 Schuleingangsphase
(siehe Konzept)

 

2.4 Übergang zur weiterführenden Schule
Der Übergang zur weiterführenden Schule ist für die Kinder ein ähnlich bedeutungsvoller Schritt wie die Einschulung, werden doch nunmehr die Weichen für die weitere Schullaufbahn des Kindes gestellt. Auch wenn das heutige Schulsystem durchlässig ist, gilt es, eine bedeutungsvolle und manchmal schwierige Entscheidung zu fällen. Unsere Schule räumt deshalb der individuellen Beratung der Eltern einen großen Raum ein. Da an unserer Schule ein Lehrer im Normalfall eine Klasse vier Jahre lang unterrichtet, ist er in der Lage, in Absprache mit den übrigen Lehrer/innen, die das Kind unterrichten, eine dem Kind angemessene Schulformempfehlung abzugeben.

2.5 Pausengestaltung
Den Pausen als Erholungszeit für die Kinder gilt unser besonderes Augenmerk. Der Schulhof ist mit bunten Spielflächen bemalt, die von den Kindern zum Hüpfen und Laufen benutzt werden. Vor einigen Jahren wurde im unmittelbaren Anschluss an den Schulhof eine Spielanlage gebaut, die zum Teil aus Mitteln der Schule, der Eltern und ortsansässiger Firmen gebaut wurde. Bei entsprechender Wetterlage werden die Spielanlage, der öffentliche Spielplatz und der Bolzplatz in den Pausenbereich mit einbezogen. Das dahinter stehende Konzept ging voll auf. Die körperlich aktiven Kinder können sich auf den beiden Spielanlagen abreagieren, die Pause macht den Kindern bedeutend mehr Spaß und die Unfallzahlen sind drastisch gesunken.
Um diese positiven Affekte zu erweitern gibt es seit diesem Schuljahr eine Spielgeräteausleihe. Hier können sich die Kinder während der Pause verschiedene Spielmaterialien (Bälle, Seilchen, Pedalos usw.) ausleihen. Diese Ausleihe wird von den Kindern selbstständig organisiert. Hierdurch wird die Eigenverantwortung der Kinder für ihre selbstgestaltetes Bewegungsleben gefördert.

Die Kinder können in den ihnen reichhaltig zur Verfügung stehenden Freiräumen gegenseitiges Rücksichtnehmen üben und Möglichkeiten finden, eigene Spielideen umzusetzen.
Diese gegenseitige Rücksichtnahme findet ihren Ausdruck auch darin, dass die Kinder sich zum Ende der Pause, nicht paarweise vor den Eingangstüren aufstellen müssen. Sie betreten das Gebäude zwanglos, um ihre Klassenräume aufzusuchen, so wie sie es im späteren Leben auch machen sollen.

2.6 Offener Anfang
Ab 8 Uhr - Unterrichtsbeginn ist 8 Uhr 15 - können die Kinder ihre Klassenräume betreten und sich mit den vorhandenen Lernmitteln, Büchern und Spielen beschäftigen. Wir erreichen dadurch eine zwanglose Begegnung der Kinder miteinander und die Möglichkeit zum Erfahrungsaustausch.

2.7 Klassenübergreifende Maßnahmen
Soweit Stunden verfügbar, werden Arbeitsgemeinschaften eingerichtet.
Klassen- und auch jahrgangsübergreifendes Lernen und Arbeiten hat zum einen das Ziel, bei den Kindern ein stärkeres Wir-Gefühl zu erzeugen. Das anfänglich natürliche Denken „Ich und meine Klasse" soll hinführen zum Bewusstsein „Wir und unsere Schule". Dies wird z. B. durch gemeinsame Ausflüge, Unterrichtsgänge, Klassenfahrten, Theatervorführungen oder Schulfeste erreicht.
Klassen- und jahrgangsübergreifendes Lernen haben aber auch das Ziel, die Kinder entsprechend ihrer Möglichkeiten und Neigungen bei gemeinsamen Wochenplan- und Werkstattarbeiten, bei gemeinsamen Projekten und im Förderunterricht möglichst stark und motiviert zu fördern und zu fordern.

 

2.8 Fortbildung
Das Kollegium der Richard-Schirrmann-Schule nimmt regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen des Schulamtes für den Rhein-Kreis Neuss und anderer Träger teil. Teilweise sind dies Einzelveranstaltungen, die jede Kollegin und jeder Kollege individuell für seine persönliche Fortbildungsplanung auswählt.
Ebenso werden Einzelveranstaltungen besucht, die für die gesamte Schulentwicklung wichtige Bausteine darstellen. So haben wir in vielen wichtigen Bereichen der Grundschulpädagogik, wie Rechtschreibung nach Sommer-Stumpenhorst, Lese-Rechtschreib-Schwäche, sensorische Integration, Dyskalkulie, AD(H)S u.v.m. Expertinnen und Experten an unserer Schule, die ihr Wissen in Konferenzen oder Gesprächen weitergeben. Je nach Möglichkeit werden von diesen Kolleginnen und Kollegen auch Förderstunden in diesem Bereich angeboten.

Neben den Einzelveranstaltungen, führen wir regelmäßig pädagogische Konferenzen durch. Zu Beginn eines Schuljahres wird aufgrund der Evaluation des Schulprogramms und den sich daraus entwickelnden Schwerpunkten der unterrichtlichen Arbeit Aspekte ausgewählt, die in diesem Schuljahr in gemeinsamen Konferenzen weiterentwickelt werden. Im Schuljahr 2005/006 lagen die Schwerpunkte unserer Unterrichtsentwicklung in den Arbeitsplänen Deutsch und der Stärkung des naturwissenschaftlichen Arbeitens in Form von Experimenten.
Die Erstellung von Arbeitsplänen (siehe hierzu Kapitel Arbeitspläne) im Fach Deutsch ergab sich als Weiterentwicklung der Umsetzung der seit 2005 gültigen Neufassung der Lehrpläne und Richtlinien.
Anknüpfend an die bereits entwickelten Arbeitspläne Sachunterricht und den pädagogischen Schwerpunkt unserer Schule „Methoden lernen" sowie die Beteiligung unserer Schule am Modellprojekt „mathematisch-naturwissenschaftliches Arbeiten in der Schule" entwickelte sich der Schwerpunkt naturwissenschaftliches experimentieren im Unterricht der Richard-Schirrmann-Schule.

2.9 Außerschulische Lernorte
Lernen wird von Kindern als sinnvoll und lebensbedeutsam erfahren, wenn sie zum einen das im Unterricht Gelernte in außerschulischen Lernorten anwenden können und Ihnen zum Anderen Lernerfahrungen an außerschulischen Orten ermöglicht werden. Aufgrund dieser Aspekte kooperiert unsere Schule mit zahlreichen, für die Lebenswelt der Kinder wichtigen Partnern:

- Kirchengemeinde St. Peter
- Evangelische Kirchengemeinde Neuss - Süd
- Heimatverein Hoisten
- DJK Germania Hoisten
- Kreissportbund
- Einblick in Berufe durch den Besuch verschiedener Betriebe in Hoisten
- Computerschreiben mit „10 Fingern" (BBZ Weingartstr.)
- Polizei des Rhein - Kreises - Neuss
- Stadtwerke Neuss
- Jugend Umweltmobil des Landes NRW
- Bayer - AG Dormagen
- Experimentieren mit Tini und Toni (Humboldt Gymnasium)
- Internetführerschein (Norfer Gymnasium)

 

2.10 Neue Medien
siehe Medienkonzept