Richard-Schirrmann-Schule

Präambel

 

Kinder sind die Zukunft unserer Gesellschaft und bedeuten deshalb ihr wertvollstes Gut. Investitionen in Bildung und Erziehung sind eine Grundvoraussetzung für die Weiterentwicklung unseres Gemeinwesens.
Die Erziehung zum mündigen Bürger sichert außerdem die Funktionsfähigkeit unserer demokratischen Gesellschaftsordnung. Wer Kinder hat, verdient die besondere Fürsorge des Gemeinwesens.
Alle Bildungseinrichtungen müssen so organisiert sein, dass sie den veränderten gesellschaftlichen Strukturen Rechnung tragen. Schulen haben somit eine gesellschaftspolitisch wichtige Funktion. Bei der Erfüllung aller dieser Aufgaben sind Schulträger, Eltern und Lehrer Partner.

Wir, die Schulgemeinschaft der Richard-Schirrmann-Schule, wollen unsere Schule als Ort des gemeinsamen Lebens und Lernens bewußt miteinander gestalten.
Im Mittelpunkt unserer Schule stehen die Schülerinnen und Schüler. Die Basis unserer schulischen und pädagogischen Arbeit bildet ein Gesamtkonzept, indem die Kinder zentrale Erziehungswerte erleben.

Das hier vorliegende Schulprogramm ist die Grundlage unseres Gesamtkonzeptes. Wir verstehen unsere Schulprogrammarbeit nicht als abgeschlossen, sondern vielmehr als einen dynamischen, sich mit Blick auf die Kinder unserer Schule weiterentwickelnden Prozess.

 

 

Erzieherische Grundsätze

 

Unsere Richard-Schirrmann-Schule ist ein Ort, an dem sich alle, Kinder, Lehrer und Eltern wohlfühlen und geborgen fühlen sollen.
Kinder und Lehrer verbringen einen großen Teil des Tages miteinander. Es ist deshalb wichtig, dass
a) wir die Voraussetzungen schaffen, damit sich alle Beteiligten wohlfühlen können. Dazu gehören die Ausstattung der Klassenräume mit den entsprechenden Möbeln, die Gestaltung und Verschönerung des Klassenraumes (Farbe, Blumen, Bilder usw. ), genügend Licht, Ruhezone, Leseecke und sonstige Aktionsecken.
b) im Unterricht und außerhalb des Unterrichtes eine Atmosphäre herrscht, die von gegenseitiger Achtung erfüllt ist.

 

Unsere Schule ist ein Ort, an dem Toleranz und Achtung vor dem anderen Grundlage allen Handelns sind.
In unserer Schule leben und arbeiten Menschen verschiedenen Alters, verschiedenen Geschlechts, verschiedener Herkunft, verschiedener Begabungen und Interessen, verschiedener Nationalität und Kultur, verschiedener Neigungen, verschiedenen Temperaments und verschiedener körperlicher Gegebenheiten auf engem Raum zusammen. Darüber hinaus legen wir großen Wert auf das soziale Miteinander von Jungen und Mädchen (soziale Edukation). Dieses Miteinander kann nur dann reibungslos funktionieren, wenn alle Beteiligten bereit sind, den anderen Menschen in seinem Anderssein zu akzeptieren und die eigenen Interessen gegenüber dem allgemeinen Interesse zurückzustellen.

 

An unserer Schule haben Höflichkeit, Pünktlichkeit, Ordnung, Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft, Rücksichtnahme und Gewaltlosigkeit einen hohen Stellenwert.
Unsere Schule ist nicht nur ein Ort, an dem auf der Grundlage der Richtlinien und Lehrpläne ein Höchstmaß an Wissen vermittelt werden soll. Sie hat es sich auch zur Aufgabe gestellt, die o. a. Werte zu vermitteln und einzuüben. Ein fruchtbares und friedliches Miteinander kann nur dann gelingen, wenn solche Tugenden als richtig und bedeutend anerkannt werden. Ihre Beachtung und Einhaltung werden für jeden zur selbstverständlichen Pflicht.

 

Unsere Schule ist ein Ort, an dem soziales und fröhliches Miteinander wichtig genommen werden.
Bildung und Erziehung in unserer Schule finden nicht nur im Unterricht statt. Klassenfeste, Schulfeste, Ausflüge, Theaterbesuche, Weihnachts- und Karnevalsfeiern und Jugendherbergsaufenthalte vermitteln Zusammengehörig¬keitsgefühl und Freude beim gemeinsamen Erleben. Sie geben die Möglichkeit, dass sich Kinder und Lehrer in anderer Umgebung anders kennen lernen.